Änderung der Grunderewerbssteuer bei nachträglichem Bauerrichtungsvertrag 16. Mai 2017

Käufer verpflichteten sich vertraglich, zur Bebauung eines von Ihnen gekauften Grundstücks binnen zwei Jahren. Die GrESt wurde daraufhin mit Bescheiden durch das FA gegen jeden Käufer festgesetzt. Nach Kenntnis vom Abschluss des Bauvertrags änderte das FA die Bescheide, da es die Baukosten in die Bemessungsgrundlage einbezog und die GrESt daraufhin erhöhte.

- Vor Abschluss des Bauvertrags wird eine Erhöhung der Bemessungsgrundlage für den Grundstückskauf um die Baukosten nicht in Betracht gezogen.

- Erst mit Abschluss des Bauvertrags ändert sich der Gegenstand des Erwerbsvorgangs nachträglich, und zwar rückwirkend auf den Zeitpunkt des Erwerbs.

Das FA kann für den Fall, dass der Bauvertrag zeitlich nach dem Grundstückskaufvertrag (und nach Festsetzung der GrESt) geschlossen wird, die Bauerrichtungskosten durch Änderung der ursprünglichen Steuerfestsetzung zusätzlich zu den Kosten des Grundstückskaufs mit GrESt belasten, laut BGH-Urteil vom 25.01.2017 II R 19/15.

 


Julia Dürnsteiner: 07123/92300info@straubimmobilien.de
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